HDMI-Switch für Sky Stream Box, Fire TV und Konsole: Welcher reicht?
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Sky Stream Box, Fire TV Stick, vielleicht noch eine Konsole oder ein Blu-ray-Player: Spätestens beim dritten Gerät ist am Fernseher oder Beamer kein HDMI-Eingang mehr frei. Dann beginnt das Umstecken hinter dem Schrank, und irgendwann sitzt ein Stecker locker. Ein HDMI-Switch löst das Platzproblem für wenig Geld. Offen bleibt, welcher: Reicht ein einfaches Modell, oder braucht es HDMI 2.1, damit am Ende nichts am Bild oder Ton verloren geht?
Was Sky und Streaming-Sticks an Bandbreite verlangen
Die Antwort hängt an einer einfachen Rechnung. Ein 4K-Bild hat 3840 mal 2160 Pixel, das sind rund 8,3 Millionen Bildpunkte. Streaming- und TV-Quellen übertragen Farbe meist im Format 4:2:0 mit zehn Bit für HDR, im Schnitt also 15 Bit pro Pixel. Bei 60 Bildern pro Sekunde ergibt das gut 7,4 Gigabit reiner Bilddaten pro Sekunde. Mit dem Kodierungsaufwand von HDMI 2.0 sind es grob 9 Gigabit auf der Leitung, und der Standard erlaubt 18. Eine Sky Stream Box oder ein Fire TV Stick liegt damit deutlich im grünen Bereich, ein HDMI-2.0-Switch genügt.
Anders sieht es bei einer Konsole aus, die 4K mit 120 Bildern pro Sekunde ausgibt. Rechnet man mit RGB und zehn Bit, kommen knapp 30 Gigabit reine Bilddaten zusammen, und das passt nicht mehr durch HDMI 2.0. Dafür braucht es einen Switch, der die 48 Gigabit von HDMI 2.1 durchlässt.
Fünf Geräte, ein Eingang: der HDMI-2.0-Switch
Für das klassische Wohnzimmer mit Sky, Stick und Blu-ray-Player ist der UGREEN HDMI-Switch mit fünf Eingängen* die naheliegende Wahl. Laut Herstellerangabe verarbeitet er 4K bei 60 Hertz mit HDR, Dolby-Ton bis Atmos und CEC, und eine Infrarot-Fernbedienung liegt bei. Zwei Einschränkungen sollte man kennen. Die automatische Umschaltung beim Einschalten eines Geräts unterstützt er laut Datenblatt nicht, es wird per Taste oder Fernbedienung gewechselt. Und er braucht Strom über USB-C (5 Volt, 1 Ampere), wobei ein Netzteil nicht zum Lieferumfang gehört.
Zwei Quellen, volle Leistung: der HDMI-2.1-Switch
Wer eine Konsole mit 4K120 betreibt, bekommt mit dem FeinTech SW211* ein Modell mit HDMI 2.1, 48 Gigabit, VRR und ALLM. Er schaltet zwei Quellen auf einen Ausgang und lässt sich laut Hersteller auch umgekehrt als Verteiler für zwei Displays nutzen. Er bezieht seinen Strom über das HDMI-Kabel, ein Netzteil entfällt, ein kurzes Kabel ist fest eingebaut. Die Grenze liegt in der Länge: Bei 4K120 empfiehlt der Hersteller höchstens 1,5 Meter Kabel, bei 4K60 drei Meter. Mehr als zwei Geräte gehen damit nicht, und per Taste wird manuell geschaltet.
Die Rechnung zum Eingangsbedarf
Zähle die Geräte, die dauerhaft am Bildschirm hängen sollen. Sky Stream Box, Fire TV Stick und Konsole sind drei. Viele Fernseher bieten zwar drei oder vier Eingänge, aber einer davon ist meist für die Soundbar per eARC belegt, und viele Beamer haben nur ein bis zwei Anschlüsse. Der Switch sitzt dabei immer zwischen Quellen und Bild, nicht zwischen Fernseher und Soundbar. Wie die Soundbar korrekt angeschlossen wird, steht im Beitrag Soundbar an Sky anschließen.
Fazit: erst zählen, dann kaufen
Haben alle Geräte höchstens 4K60, ist der UGREEN mit fünf Eingängen die bessere Wahl, weil er Reserve für weitere Geräte lässt. Hängt eine 4K120-Konsole dran, schließt man sie am besten direkt am HDMI-2.1-Eingang des Fernsehers an und schaltet Sky und Stick über den einfacheren Switch zusammen. Nur wer wirklich zwei 4K120-Quellen auf einen Eingang bringen muss, braucht den FeinTech. Bei Kabelstrecken über drei Meter lohnt vorab ein Blick in den Vergleich HDMI-2.1-Kabel für Fernseher und Beamer. Weitere Zubehörideen für Sky- und WOW-Haushalte bündelt der Zubehör-Hub, und wer noch über den passenden Streaming-Stick nachdenkt, findet im Überblick Streaming-Hardware für Sky und WOW die Modelle.
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