HDTV – Fernsehen der Zukunft schon heute

Beim sogenannten HDTV (der Abkürzung für High Definition TV) handelt es sich um die digitale Version unseres Fernsehens. Durch digitale Aufzeichnung an Stelle der Aufnahme auf Celluloid wird eine bessere Qualität mit satteren Farben sowie besseren Kontrasten erreicht. Der Besitzer eines Röhrenfernsehers kann diesen Unterschied etwa mit dem Bild beim Fernsehen und beim Schauen einer DVD vergleichen. Komplett zum Vorschein kommt dieser Vorteil aber erst beim Nutzen eines HD-tauglichen Gerätes, das man an den Aufklebern mit HD-ready oder FullHD erkennt. Großer Streitpunkt ist aber nach wie vor der Qualitätsunterschied der beiden Auflösungsmöglichkeiten mit 720p oder 1080i. Unterhaltung in HD-Qualität kann man heute auf vielerlei Weise erleben. Zum einen durch neue digitale Medien wie Blue-Rays, die Filme in HD-Qualität liefern, seit einigen Jahren aber auch im Fernsehen. 2004 ging der erste reine HD Sender Euro1080 an den Start. Der ursprüngliche Free-TV-Sender, ist mittlerweile zu HD1 mutiert, mit dem Tochtersender HDe und das Abendprogramm ist mittlerweile verschlüsselt. Übertragen werden auf HD1 neben Sport und Musik auch Spielfilme und Dokumentationen. HDe ist der dazugehörige Eventchannel, der unter anderem Großereignisse aus Sport und Unterhaltung überträgt. Kurz nach Euro1080 zogen auch andere Kanäle nach, Pro7Sat1 sendet in HD. Andere Sender wie ARD und ZDF sendeten bereits Sportereignisse wie die Leichtathletik-WM in HD-Qualität. Generell gilt, in wenigen Jahren wird kein Weg mehr an HDTV vorbeigehen.

HDTV Auflösungen, Vor und Nachteile

HDTV steht für High Definition TV und umschreibt einen hochwertigen TV-Standard, der im Breitbildformat Fernsehbilder mit nicht gekannter Konturen- und Tiefenschärfe darstellen kann. Viele Details, die im althergebrachten PAL-Standard nicht wahrgenommen werden konnten, sind mit HDTV klar erkennbar. Wegen der ansteigenden Verbreitung von HD-tauglichen Fernsehgeräten, gewinnt HDTV zunehmend an Bedeutung. Jedoch ist auch im Rahmen des hochauflösenden Fernsehens zwischen verschiedenen Formaten bzw. Auflösungen zu unterscheiden.
Der alte europäische PAL Standard präsentierte Bilder mit einer Auflösung von 576 vertikalen Zeilen und 720 horizontalen Linien. Der amerikanische NTSC Standard muss mit 480 vertikalen Zeilen und ebenfalls maximal 720 horizontalen Linien auskommen, weshalb der PAL Standard als leicht überlegen gilt. Bei HDTV gibt es fünf denkbare Formate, auch wenn nicht alle die gleiche praktische Bedeutung haben: 720p, 1080i, 1080p, 1125i und 1250i. Die European Broadcasting Union kommt in einer Studie zu dem Schluss, dass die Formate 720p, 1080i und 1080p die größte Relevanz für den europäischen Markt haben. Tatsächlich können die meisten erhältlichen Geräte heute die volle mögliche Auflösung 1920 x 1080 Pixeln (Full HD) darstellen, für das HD-Ready Logo reicht hingegen schon die Auflösung 1280 x 720.

Auch in den USA sind beide Formate noch marktrelevant. Tests haben dort gezeigt, das von den meisten Zuschauern ein Unterschied zwischen einem progressiven 720p-HD-Bild und einem 1080i-HD-Bild kaum ausgemacht werden konnte. Ähnliche Tests in Deutschland kamen zu dem Ergebnis, dass das 720p-Bild als höherwertiger empfunden wurde. Die Darstellungsmethode im Zeilensprungverfahren (interlaced) birgt daneben die Gefahr von Nachzieheffekten oder Bildartefakten, während die progressive 720p oder 1080p Technik (Vollbildverfahren) dieses Problem besser bewältigt. Die Größe des Fernsehdisplays scheint ebenfalls eine nicht zu unterschätzende Auswirkung auf den Bildeindruck zu haben – je größer die Bildschirmdiagonale ausfiel, desto besser wurde 1080i und 1080p von den befragten Testpersonen empfunden.

Natürlich hat auch die Aufzeichnungsquelle einen großen Einfluss auf die subjektive Bildwahrnehmung. Hochskaliertes PAL-Ausgangsmaterial hat natürlich eine weitaus geringere Tiefenschärfe, als Bildmaterial, das in HD-Qualität aufgezeichnet wurde. Moderne Blue-Ray-Discs werden heute im 1080p Format – also der Kombination aus maximaler Auflösung und progressiver Bilddarstellung – produziert. Es steht zu erwarten, dass sich dieses Format langfristig auch bei der Flachbildschirmtechnik durchsetzen wird.

HDTV über Sat Pay TV in Deutschland empfangbar

HDTV Geräte sind heutzutage in den meisten Haushalten verfügbar. Der Kardinalgrund für diese Entwicklung ist, dass die HD-Fernseher zum einen qualitativ sich von den herkömmlichen Röhrenfernseher deutlich differenzieren und zum anderen, das diese auch erschwinglicher geworden sind und viele Händler gute Angebote für den Kunden parat haben.

Der totalitäre HDTV Durchbruch im Alltagsleben der heutigen Gesellschaft ist allerdings noch nicht vollzogen, lässt aber auch nicht mehr lange auf sich warten. Es liegt auf der Hand, dass das vollkommene Potenzial eines Full HD-Fernseher, noch nicht vollkommen ausgeschöpft ist.

Man denke da nur an die Möglichkeit per Pay TV Fernsehsendungen oder Filme in atemberaubender und hochauflösender Qualität zu genießen. Allerdings stellt sich die Frage, wie man das digitale Zeitalter einläuten kann, sprich wie kann ein Nutzer eines HD-Gerätes auch HDTV empfangen?

In Deutschland HDTV genießen

Es gibt bis dato zwei Möglichkeiten wie man HDTV-Sendungen empfangen kann: Entweder per Kabel oder via Satellit.

Ein HDTV-fähiger DVB-S-Receiver ist von Nöten, um in Deutschland digital fern sehen zu können. Dieser sollte dann an die Satelittenschüssel angeschlossen werden. Voraussetzung hierfür ist ein digitales LNB, dass an der Sat Anlage vorher montiert werden sollte.

Die Sender Pro Sieben und Sat.1 bieten einen HD Empfang an, dieser bedarf jedoch einer Optimierung.

Allerdings gibt es nicht so viele Anbieter, weder im kostenlosen noch in der Pay TV Sektion, die hochauflösenden, digitalen TV-Empfang in Deutschland über Sat ermöglichen.

Erwähnenswert ist jedoch die Tatsache, dass Arte seit Januar 2009 HD-Empfang per Satellit anbietet. Die Performance hinsichtlich des HD-Programms baut Arte sukzessive aus, sodass immer mehr Sendungen mit diesem Format gesendet werden. Auch EinsFestival gehört zu den fortschrittlichen Sendern, die einen HD-Empfang in Deutschland ermöglichen.

So kann es vorkommen, dass die Bildqualität beim Empfang von digitalem Fernesehen per Kabel respektive Satellit schlechter aussehen kann, als auf einem konventionellen PAL-Fernseher. Primär liegt dieses Phänomen daran, dass die Bildauflösung für HDTV Geräte neu berechnet werden muss und künstlich angehoben wird.

Konträr zu den Pay TV Sendern, haben die privaten wie ARD oder ZDF die Leistungsfähigkeit eines Full HD Gerätes gekonnt demonstrieren können. Dies ist bis jetzt noch die Ausnahme, sollte aber in naher Zukunft zur regulär werden.

Durch Pay TV HD-Empfang in Deutschland ermöglichen

Signifikant ist, dass es kostenlose Sender wie Anixe HD gibt und Pay TV Sender, die High Definition fernsehen anbieten, allerdings wird hier eine Gebühr fällig. Jedoch sollte hervorgehoben werden, dass Pay TV Sender die HD-Ready Fernsehgeräte mit einem angepassten Programm versorgen können, einen besonderen Vorteil haben: Sie sind sehr Zielgruppenorientiert. So gibt es Sender die einen bestimmten Sektor bedienen, wie z.b. den Erotik oder Sportbereich. Diese Pay TV Sender, die den HDTV Empfang in Deutschland zugänglich machen, können bei bestimmten Anbietern abonniert werden, wie z.b. Kabel Deutschland.

Vor allem Pay TV Sender wie Premiere sehen eine gelungene Innovation durch den High Definition Empfang. Kristallklare Sportübertragungen oder herausstechende und vorher nicht wahrgenommene Details in beliebten Filmen, werden viele Zuschauer ansprechend finden und in den Bann ziehen. Schließlich sollte auch die Auflösung von 1920 x 1080 eines HD-Gerätes voll ausgenutzt werden.

Primär wird das HD-Ready Fernsehgerät für das abspielen von HD-DVD verwendet.

Die Vor und Nachtteile von HD-Empfang wurden mit diesem Bericht aufgezeigt. Allerdings sind die Nachteile nur von temporärer Natur, d.h. mit der Zeit werden mehr Pay TV Sender einen hochauflösenden Empfang anbieten. Sobald die Konkurrenz in diesem Sektor stärker wird, wird es immer relevanter einen adäquaten Dienst zur Verfügung zu stellen, um über Sat HDTV in Deutschland zu empfangen.

Ab Februar 2010 wurde ein neues digitales Zeitalter eingeläutet:

HD-Ready Fernsehgeräte werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr exzessiv dafür benutzt um HD-DVD Filme anzuschauen oder hochauflösende Spielgrafiken zu bestaunen, sondern um Fernsehsendungen in nie gesehener optischer Aufmachung zu genießen.

HDTV im deutschen Kabelnetz PayTV

Das analoge Fernseh- und Radioangebot nähert sich seinem Ende. Bereits ab 2010 soll der Sendebetrieb in diesem Zusammenhang vollständig eingestellt werden. Ein Grund mehr also, sich langsam aber sicher mit dem Thema des digitalen Senderempfangs einmal näher auseinander zu setzen.

Besonders wer die demnächst erscheinenden. Öffentlich empfangbaren HDTV Programme auch in voller Schärfe und Leistungsstärke empfangen und genießen will, sollte über den Kauf eines digitalen HD Receivers nachdenken. Die Angebotsvielfalt stellt den unerfahrenen Nutzer jedoch schnell vor einige Fragezeichen. Eines haben alle neuen Receiver gemeinsam. Das ist der HDMI Anschluss. Mithilfe dieser Anschlussmöglichkeit lassen sich hervorragend scharfe Bilder auf den eigenen Fernsehbildschirm bannen. Jedoch gibt es auch Unterschiede bei den Geräten, welche in jedem Fall vor dem Kauf beachtet und zur Kenntnis genommen werden sollten.

Das Gros der angebotenen Geräte ist bereits unter 300 Euro käuflich zu erwerben. Wichtig ist hierbei nun vor allem die mitgelieferte Festplatte, welche dazu dient, Programme aufzuzeichnen, welche mit der eigenen Lieblingssendung parallel laufen oder welche aufgrund von etwa beruflichen Verpflichtungen nicht zum Ausstrahlungszeitpunkt verfolgt werden können. Geräte ohne eine integrierte Aufnahmefunktion sind sogar bereits unter 200 Euro zu erwerben.

Digitale Satellitenreceiver liefern Daten, welche durch den so genannten Astra 1 Satelliten mit Ausrichtung nach 19 Grad Ost empfangen werden können. Hierdurch sind etliche hundert Sender zu beziehen, welches die Auswahl des richtigen Programms mit Sicherheit nicht einfacher gestalten wird. Wer ein solches Gerät käuflich erwirbt bezahlt keinerlei zusätzliche Gebühren. Lediglich der herkömmliche Fernsehanschluss mit kompletter Versorgung, also analog und digital wird hierfür benötigt.

Besonders spannend gestaltet sich jedoch die Möglichkeit mithilfe des digitalen HD Receivers in High Definition ausgestrahlte Filme und Sportereignisse zu verfolgen.

Der PayTV Sender Premiere, welche sich neuerdings Sky nennt, offeriert hierzu bislang zwei in HD ausgestrahlte Programme. Auf einem werden hierbei HD Spielfilme und auf einem weiteren spannende Tierdokumentationen in hervorragender Auflösung ausgestrahlt. Jedoch impliziert die Bezeichnung PayTv gleichzeitig, dass eben auch eine gewisse monatliche Gebühr für diesen Service entrichtet werden muss. Im Regelfalle bewegt sich dieses bei einem HD umfassende Paket bei etwa 30 Euro monatlich, sowie einer einmaligen bei Anschlussfreischaltung zu entrichtenden Gebühr. Wer dem aus dem Weg gehen will, dem bleibt nur die Variante auf die durch Satelliteninternet übertragenen Formate zurück zu greifen. Hierzu bietet etwa More.tv momentan passende Pakete an.

Zu beachten gilt es, dass man mit dem Kauf eines PayTV fähigen Digital Receivers nicht gleichzeitig auch ein Bezahlfernseh-Abo erwirbt. Dieses muss nach wie vor separat angemeldet werden. Erschwerend hinzukommt, dass nicht alle bereits bestehenden Abos auch alle Receiver akzeptieren. So verlangt Premiere oder auch Sky etwa ein zertifiziertes Gerät. Zusätzlich kann für den Empfang ein Modul des Typs Alphacrypt notwendig werden.

Wie man sieht, gestaltet sich HDTV im deutschen Kabelnetz und PayTv nicht immer so einfach, wie man es gerne hätte. Eine passende Beratung ist vor dem Anschluss im Fachmarkt, sowie beim PayTV Anbieter in jedem Falle empfehlenswert. Zum Glück liefern viele Bezahlfernsehanbieter die passenden Geräte zur Leihe gleich mit. Zusätzliche Kosten fallen hierbei in der Regel nicht an. Diese werden durch das bestehende Abo abgedeckt.

Besonders Sportsendungen werden zudem durch einen andersartigen Übertragungsstandard zur Verfügung gestellt, als es etwa bei herkömmlichen Spielfilmen der Fall ist. Die als Multifeed bezeichnete Variante wird nicht von allen am Markt erhältlichen Receivern unterstützt. Ein entsprechendes in Erfahrung Bringen sollte diesbezüglich also absolut notwendig sein.

Nicht jedes Modell verfügt über eine integrierte Festplatte. Somit sind Aufnahmen bei derartigen Geräten nicht ohne weiteres umzusetzen. Eine Möglichkeit, die hierzu Abhilfe verschafft, ist der Zukauf einer externen Festplatte. Diese werden relativ simpel via USB an das Gerät angeschlossen. Doch Achtung, so einfach gestaltet sich die ganze Sache dann doch nicht. Viele Receiver verlangen zunächst nach einem Anpassen, also Formatieren des externen Speichers.

HDTV im deutschen Free-TV

HDTV – das heißt hochauflösendes Fernsehen in Spitzenqualität. Mittlerweile werden fast ausschließlich Fernsehgeräte gekauft, die dem neuen HD-Standard entsprechen. Bereits jetzt lassen sich im Handel viele Blue-ray Discs erwerben, die Filme in hoher Auflösung und damit einzigartiger Qualität wiedergeben können. Auch an der deutschen Fernsehlandschaft ist dieser Trend nicht vorbeigegangen, dennoch besteht noch großer Nachholbedarf, was das Ausstrahlen von Inhalten in „High Definition“ anbelangt.

Doch was meint man genau mit dem Begriff High Definition, was hat sich der Verbraucher darunter vorzustellen? Wie bereits angedeutet, verbirgt sich hinter der Technik nichts anderes als die Wiedergabe von Bewegtbildern in einer außergewöhnlich hohen Auflösung. Dadurch wird es möglich, eine Bildschärfe zu erreichen, die einen gigantischen Unterschied zu normalen Fernsehbildern und DVDs aufweist. Sender, die in herkömmlicher Auflösung senden, werden auch als SDTF, Standard Definition Television, bezeichnet.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland hier weit zurück. In Frankreich etwa ist diese Technik in der Fernsehlandschaft viel weiter verbreitet als hier. ProSieben und Sat1 haben im Februar 2008 ihr komplettes HD-Programm eingestellt. Laut Sender habe sich die HDTV-Nutzung seit dem Start zweier hochauflösender Kanäle im Herbst 2005 nicht signifikant erhöht. Zum Zeitpunkt der Einstellung des Programms waren nur rund 150.000 Haushalte mit Fernsehern ausgerüstet, die Inhalte in HD-Qualität empfangen konnten.

Auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern hat sich in diesem Segment noch nicht viel getan. Immerhin: 2009 wurden erstmals anlässlich der Leichtathletik-Weltmeisterschaft HD-Programme gezeigt. Ein Jahr später soll die schrittweise Einführung des neuen Sendestandards zum Anlass der Fußball-Weltmeisterschaft in die übrigen Programme folgen. Über Satellit kann man bereits bei dem bekannten Kultursender ARTE Sendungen in hoher Auflösung bestaunen.

Durch immer neue Erfindungen in der Technik besteht hohe Verwechslungsgefahr beim Kauf eines neuen TV-Gerätes. Geräte mit DVB-Standard empfangen nicht etwa in hoher Auflösung, sondern lediglich digital terrestrisches Fernsehen, ähnlich den Radiowellen. So kann Fernsehen auch ganz ohne Kabel empfangen werden. Ebenfalls nicht zu verwechseln ist HDTV mit EDTV. Beim Enhanced Definition Television werden lediglich Inhalte, die in Standard Definition gesendet werden digital aufbereitet. HDTV kann hiermit zwar empfangen werden, jedoch wird sich die volle Kapazität der Auflösung nicht entfalten können.

Man erkennt schnell: HDTV ist im deutschen Kabelnetz ist noch sehr rar gesät, nur wenige Sender unterstützen diesen Standard und meist auch nur zu speziellen Events. Bis jetzt bleibt nur die Möglichkeit, auf spezielle HDTV-Kanäle wie Premiere HD im Pay-TV auszuweichen, was jedoch nicht, wie das Free-TV, kostenlos ist sondern mit einem Abonnement bezahlt werden muss.

Einen Stein des Anstoßes für die Vorstände der deutschen Free-TV Kanäle könnte eine Umfrage aus dem Jahre 2008 zum Thema HDTV sein. Demnach wollen sich rund 1,2 Millionen Haushalte in den nächsten 12 Monaten ein TV-Gerät für den Empfang von Fernsehen in hoher Auflösung zulegen. Wenn man bedenkt, dass ProSieben und Sat1 mit ihren HD-Angeboten einen Rückzieher gemacht haben, weil die Verbreitung des Standards unter den Verbrauchner noch sehr gering schien, sind dies denkbar positive Nachrichten für Sender und Zuschauer. Für die öffentlich-rechtlichen Sender würde dies auch einen weiteren Schritt in Richtung eines modernen Images bedeuten. Noch heute lastet den Sendern ein Alte-Leute-Image an, dass sich hartnäckig hält. Mit HDTV könnte sich dies ändern, da neue technische Standards insbesondere das Interesse jüngerer Zielgruppen auf sich ziehen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Fernsehlandschaft in Zukunft in diesem Bereich entwickeln wird. Die Liste der Vorhaben ist lang, bis jetzt lässt HDTV in Deutschland aber noch auf sich warten. Selbst wenn die großen Sender nachziehen, dürfte es noch längere Zeit andauern, bis sich auch kleine Kanäle dazu entschließen, auf den neuen Standard umzuschalten. Trotzdem lohnt sich der Kauf eines HDTV-Geräts, denn somit ist man einerseits gerüstet für die Zukunft und kann sich andererseits bereits in der Gegenwart hochauflösende Filme, die auf externen Datenträgern gespeichert sind, anschauen.

Kabel HDTV Receiver Modelle

Kabel HDTV Receiver gibt es viele. Natürlich hat jedes Gerät in seiner Technik und Design Unterschiede, die man vor dem Kauf genau studieren und beachten sollte.

Technisat DigiCorder HD K2 Festplattenreceiver

Dieser Receiver ist der erste auf dem Markt für eine mögliche Verwendung mit dem digitalen Kabelnetz; er wurde von TechniSat ins Leben gerufen. Von der Optik her ähnelt er seinem Vorgänger, dem DigiCorder HD-S2, welcher über Satellit funktioniert.

Mit dem DigiCorder HD K2 kann man multipel fernsehen und auch aufnehmen; hierfür sorgen zwei eingebaute HDTV-Sender. Die Schweizer und Österreicher werden sich wohl am meisten darüber freuen, da dort die kommende Fußball EM über HDTV übertragen wird; natürlich über das Kabelnetz.
Den Receiver bekommt man entweder mit 160 oder 500 GB, wobei 500Gb die maximale Ausstattung ist. Diese eignet sich am meisten, wenn man große Aufnahmen plant, da hierfür viel Speicherplatz benötigt wird. Natürlich können zwei Programme gleichzeitig aufgenommen und nebenbei noch geschaut werden.

Der HD K2 kann auch in das heimische Netzwerk integriert werden. Das Ganze funktioniert via LAN Ethernet und USB 2.0.

Topfield 7710 HSCI CI-Receiver

Wer gerne über Satellit fernsieht und dies nun gerne über HDTV machen möchte, ist bei dem Topfield 7710 HSCI CI-Receiver genau richtig. Der Filmgenuss wird durch einige Faktoren noch verstärkt: HDTV-Tuner, HDMI- und Komponentenausgang. Außerdem sorgt der Video-Upscaler für zusätzliche, optimale Filmerlebnisse. SDTV können ganz einfach nach HDTV-Auflösung gewandelt werden.

Erhältlich ist der Receiver in 576i, 576p, 720p und 1080i. Alle Pay-TV-Module können nachgerüstet werden. Der Receiver ist kompatibel für DiSEqC 1.0/1.1/1.2/1.3 und hat einen Speicher für bis zu 5000 Programmen. Man kann sich 30 Favoritenlisten mit bis zu 100 Programmen für einen einfachen Überblick erstellen. Natürlich gibt es auch eine Jugendschutzfunktion, um Minderjährige von unerwünschten Sendern fernzuhalten. Es werden mehrere Sprachen und ein Echtfarbmenü unterstützt.

Topfield 7700 HCCI HDTV-Kabelreceiver

Dieser Star unter den Receivern bietet alles, was man für das HDTV benötigt. Eine Aufnahmefunktion ist leider bisher noch nicht integriert. Er ist erhältlich in den Ausgaben 576i, 576p, 720p und 1080i. Mit seinem alphanumerischen Display ist er kinderleicht zu bedienen. Die Interface-Schächte ermöglichen ein Aufrüsten von Pay-TV-Modulen. Auch hier können 5000 Programme gespeichert werden. Der Empfang erfolgt nach DVB-C Standard.

Satelitenfernsehen der Zukunft

Mit einem Sat Receiver hat man die Möglichkeit, die Signale eines Fernsehsatelliten umzuwandeln und ein Bild auf die Mattscheibe zu zaubern. Der große Vorteil dabei liegt sicherlich bei der enorm hohen Anzahl an Sendern, normales terrestrisches Fernsehen bietet nur ein vergleichsweise geringes Angebot. Mit einem Sat Receiver ist es außerdem möglich, Programme aus dem Ausland zu empfangen – auch aus Ländern, die jenseits des Horizonts liegen. Eine relativ neue Technik sind die sogenannten Sat HDTV Receiver. Selbstverständlich haben sie das gleiche Funktionsprinzip, erlauben es jedoch, Bilder in hochauflösender Qualität zu empfangen. Fortan lässt sich also bei einem brandneuen Fernseher mit HD-Auflösung das volle Potenzial des Gerätes entfalten. Trotzdem lohnt sich ein Blindkauf nicht, man sollte vorher zum einen natürlich die Preise vergleichen, zum anderen aber auch die Funktionen des Receivers überprüfen. Wer diesen wichtigen Schritt zum Kauf eines Sat HDTV Receivers vernachlässigt, kann sich im Nachhinein schnell über rausgeworfenes Geld ärgern. Aus diesem Grunde folgt nun eine kurze Zusammenfassung aktueller Modelle, mit der man sich einen groben Überblick über den Markt verschaffen kann.

Namenhafte Hersteller auf dem deutschen Markt sind unter anderem Schwaiger, Topfield, Grundig, Kathrein, Universum und Telestar. Auch Philipps ist mit vielen guten Modellen auf dem Markt vertreten. Der Philipps DSR 50005 Satelliten-Receiver zum Beispiel bietet mit seiner HDTV-Funktion eine außergewöhnlich hohe Bildschärfe und erweitert das Seherlebnis um ein Vielfaches. Über den HDMI-Ausgang werden die digitalen Videosignale samt Audiosignale in vollständig digitaler Form übertragen. Da es nicht mehr nötig ist, die Siginale analog umzuwandeln, wird eine Ton- und Bildqualität von hohem Niveau ermöglicht, frei von jedem Rauschen. HDMI ist rückwärtskompatibel mit dem ebenfalls digitalen Anschluss DVI, der jedoch keine HD-Signale überträgt. Der CI-Steckplatz sorgt dafür, dass über das Common Interface-Modul Pay-TV-Angebote entschlüsselt und angesehen werden können. Dolby Surround ist selbstverständlich vorhanden. Dieses Audioformat ist dem Hörvermögen des Menschen nachempfunden und ermöglicht ein Hörerlebnis der besonderen Art. Die zwei SCART-Buchsen schaffen eine Verbindung für gleich zwei Fernsehgeräte.

Die Funktionen des Philipps DSR 50005 Satelliten-Receiver stellen grob betrachtet den aktuellen Standard unter den Sat HDTV Receivern gut dar. Viele Modelle wie zum Beispiel der „Topfield 7710 HSCI CI-Receiver“ haben nützliche Zusatzfunktionen, welche die Bedienung deutlich erleichtern. Neben mehreren tausend Programmplätzen ist eine rasche Kanallistenbearbeitung kein Problem mehr. Die elektronischen Programmzeitschriften, auch EPG Electronic Program Guide genannt, gehören wie auch beim Topfield 7710 zum absoluten Standard unter aktuellen Geräten, faszinieren durch ihren hohen Nutzwert dabei jedes Mal aufs Neue. Die Umschaltzeiten von einem Kanal zum anderen haben sich in der letzten Zeit deutlich verbessert, mittlerweile liegen sie bei unter einer Sekunde. Manche Sat HDTV Reciever, so auch die „Dreambox DM 8000 HD Linux HD-Receiver“, haben neben all diesen Features noch einen eingebauten Videorekorder. Mit diesen Receivern lassen sich somit nicht nur Programme anschauen, sondern je nach belieben mit eingebauter Zeitschaltfunktion auch aufnehmen. Praktisch, wenn man bestimmte Sendungen auf keinen Fall verpassen möchte. Diese Kombigeräte werden häufig mit Speicherkarten bedient, können jedoch mit einer Festplatte und/oder einem DVD-Brenner nachgerüstet werden. Somit entwickeln sich diese ursprünglich zur reinen Verarbeitung von Signalen gedachten Receiver zu einer echten Allzweckwaffe.

In manchen Fällen mutieren die Receiver sogar zu kleinen Spielekonsolen. Der Arion AF 4000 HDCI Satelliten-Receiver zum Beispiel kann mit kleineren Games wie Tetris, Blockout oder Sockoban aufwarten. Zwar können diese Spiele keineswegs mit einer richtigen Konsole mithalten, für einen Sat HDTV Receiver ist das jedoch allemal ein netter Zeitvertreib.

Das Angebot auf dem Markt ist groß, unzählige Hersteller preisen ihre Modelle an HDTV Receivern an. Fest steht: Im Grunde erfüllen alle aktuellen Geräte den gleichen Zweck, die Unterschiede machen sich jedoch im Detail bemerkbar. Das eine Gerät hat vielleicht nur eine SCART-Buchse, während der andere Receiver ein Update der Software über via Satelit ermöglicht.